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Von meiner Seelenverwandschaft, einem Süßkartoffelauflauf & DIY-Ombreservietten

Ich dachte, ich hätte "den Einen" schon gefunden. Falsch, man kann auch zwei Eine haben.
Der zweite Eine heißt Schwarzkümmel.
Ich kriege von ihm einfach nicht genug.
Und will ihn immer überall mit dabei haben.
Bei ihm kann ich ganz ich selbst sein. 
Schwarzkümmel sind die kleinen schwarzen Körner, die auf dem Fladenbrot beim Griechen oder dem Naanbrot beim Inder drauf sind und ein bisschen wie verbrannter Sesam aussehen. Der Geschmack ist irre und ich sichere mir immer die Fladenbrotstückchen, auf denen am meisten von dem mäusedreckähnlichen Gekrümel drauf ist.

Da der Freitag bei mir hält was er verspricht und ich weder Uni habe noch arbeiten muss, bin ich heute Vormittag losgezogen, um meinen Seelenverwandten zu finden.
Klar, das tun nicht wenige, aber selten werden die dann im Gewürzregal fündig. Ich kann es nur empfehlen, bei mir hat es funktioniert.
Laden betreten. Röntgenblick. Seelenverwandten gesichtet. Hand in Hand an die Kasse marschiert. 1,99 Euro gezahlt und für immer vereint.
Zumindestens solange, bis ich ihn aufgegessen habe oder er sein Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hat. Aber auch das ist ja selbst bei noch so großen Seelenverwandtschaften oft ein Aufgabegrund.

Ich hatte also immerhin schon mal das Gewürz für das Brot für als Beilage zum Mittagessen.
Prioritäten: Yeah!!
Da ich vor lauter Schwarzkümmel sehr indisch gepolt war, entschied ich mich für ein sehr gutes Süßkartoffelgratin mit Curryjoghurt und dem irre leckeren Zeug vom Inder: Naanbrot.



 
Süßkartoffel-Fenchel-Gratin mit Schafskäse

für 2 Personen

1 mittelgroße Süßkartoffel (ca. 100g)
2 kleine festkochende Kartoffeln
1 Fenchelknolle mit Grün
1 Knoblauchzehe
1 Stück frischer Ingwer, 1 cm lang
Pfeffer, Salz, Olivenöl, Kreuzkümmel & Kurkuma
100g Schafskäse






Süßkartoffel schälen und in 3x3 cm große Stücke schneiden. Kartoffeln ebenfalls schälen,
aber in kleinere Stücke schneiden, da sie eine längere Garzeit haben.
Fenchel waschen, das Grün abschneiden und klein hacken.
Die Knolle vierteln, Strunk und Stiele entfernen und die Viertel in 1 cm breite Streifen schneiden.
Kartoffeln, Süßkartoffeln und Fenchel für 5 Minten in kochendem Wasser blanchieren.
Die Knoblauchzehe abziehen und in feine Scheiben schneiden. Den Ingwer schälen und fein hacken.

Das komplette Gemüse in eine Auflaufform geben.
Großzügig mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Kurkuma würzen. Etwas Olivenöl darüber geben und nocheinmal gründlich durchmischen.
Die Auflaufform mit Alufolie abdecken und das Ganze bei 200°C ca 45 Minuten backen.

Wer mag, kann nun den in kleine Würfel geschnittenen Schafskäse über das Gemüse streuen und nochmal für 15 Min unter dem Backofengrill gratinieren. Am besten vor dem Ofen stehen bleiben - der Käse wird erst überhaupt nicht braun und dann ist er urplötzlich schwarz :)

(Den Käse habe ich vor lauter Essens-Fotografiererrei natürlich vergessen.
Packt ihn euch aber bitte trotzdem aufs Gemüse  - das gibt dem Ganzen einen zusätzlichen Kick)

 Mit Curryjoghurt servieren.




Curryjoghurt

1 Becher Naturjoghurt
1/2 TL Currypaste

Joghurt mit der Currypaste verrühren. Fertig.
Ja, so einfach ist es manchmal :)



















Naan Brot

für 4 Fladen

20 g frische Hefe (ein halber Würfel)
1 TL Zucker
100 ml lauwarmes Wasser
140 g Mehl
1 EL Joghurt
1 EL Butter
1 TL Salz
1 TL Schwarzkümmel (Zwiebelsamen)

Hefe in einer Schüssel zerbröseln und mit Zucker und Wasser verrühren und etwa 10 Minuten warten. Es sollten sich Blasen gebildet haben. Mehl, Salz, flüssige Butter und Joghurt in eine Schüssel geben und verrühren. Flüssige Hefe dazugeben und zu einem glatten Teig verkneten.

Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen. Anschließend den Teig nochmals gründlich durchkneten.
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Den Teig in 4 Portionen teilen, zu Kugeln formen und dann zu flachen Fladen plattdrücken. Etwas Schwarzkümmel auf die Arbeitsfläche streuen und die Fladen darin wenden.

Auf ein Backblech Alufolie legen und diese einfetten. Die Fladen darauf legen und in den Ofen schieben. Fladen wenden, wenn die Oberseite leicht braun wird, das dauert ungefähr 10 Minuten. Die nun obenliegende Seite solange backen, bis die gewünschte Bräunung erreicht ist.
Am besten noch ofenwarm servieren :)




So, das war der Gute Teil.
Nun zum Schönen. Heute gibt es mal wieder ein DIY. Schließlich habe ich euch hier ja versprochen, dass ihr bei mir Sachen zum Selbermachen findet.
Und zwar habe ich mich an wehrlosen weißen Stoffservietten vergriffen und ihnen den Ombre-Look verpasst. Leider habe ich kein ansehnliches Ganzkörperfoto der Stoffteilchen hinbekommen, sonst würde ich sie euch auch in voller Pracht zeigen. Aber so zurechtgefaltet sehen sie ja auch ganz hübsch aus.

Ihr braucht Stofffarbe im gewünschten Ton. Ich habe Royalblau von simplicol verwendet. Dann sucht ihr euch zwei Eimer oder Wannen und füllt beide mit 60 °C heißem Wasser. In einen Eimer gebt ihr nun das Farbpulver. Je nach Farbintensitätswunsch mehr oder weniger. Ich habe auf 5 Liter 4 Esslöffel benötigt. Die zu färbenden Stücke tunkt ihr nun in den Eimer ohne Farbe, damit der Stoff nass wird. Im nächsten Schritt haltet ihr eure Servietten etwa zur Hälfte in das Färbewasser und wartet so lange, bis euch die Arme weh tun. Dann zieht ihr die Servietten etwa 5 Zentimeter weiter aus dem Farbbad und wartet erneut 2-3 Minuten. Danach legt ihr die Teilchen in den Wassereimer und rührt schön vorsichtig um. Das sorgt dafür, dass die Übergange gleichmäßiger werden. Nach 1-2 Minuten könnt ihr eure Ombre-Servietten aus dem Wasser nehmen, mit Waschmittel durchwaschen und zum Trocknen aufhängen. Danach nur noch bügeln und ab auf den Tisch damit :)




So, ich werde nun noch ein bisschen im Fitnessstudio Hanteln rumhieven und wünsche dir einen schönen Freitagabend,
liebe Grüße,
Stefanie



Will haben - Wo krieg ichs?
weiße Stoffservietten von Depot, Teller von Jars Céramistes über net-de-vivre

1 Kommentar:

  1. Da laufe ich so ohne Plan durch die virtuelle Welt der Blogs und finde dich. Spontane Seelenverwandschaft, schockverliebt in deinen Schreibstil, hungrig auf deine Rezepte.
    Ich arbeite mich nun noch ein bisschen weiter durch dein Blog Archiv. :)
    Alles Liebe
    hope

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Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast.
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