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Wie man es anstellt, bekocht zu werden & Chefdesigners Mega-Pie

Ich hatte ja bereits beim Himbeertortenpost den "Mütter-essen"-Abend erwähnt.
Wie gestern schon erklärt, haben der Chefdesigner und ich nicht unsere Mütter verspeist, sondern ein Muttertagsabendessen für unsere Mamas gekocht. Wer sich jetzt etwas denkt wie "Boah, sind die beiden nett. Die haben sich für ihre Mamis echt was überlegt", wird enttäuscht.
Die Idee war nämlich nicht von uns.

Aber von vorne: An Silvester haben der Chefdesigner und ich ein bombastisches 4-Gänge-Menü gezaubert und es mit seinen Eltern verputzt. Beide waren ziemlich beeindruckt und wir auf uns selbst außerordentlich stolz.
Am Freitag nahm uns dann der Chefdesignervater zur Seite und unterbreitete den Vorschlag, wir könnten doch für unsere beiden Mamas zum Muttertag ein Abendessen kochen. Wir hätten ja mit dem Silvesterdinner schon bewiesen, dass wir was zustande bringen.
Wir fanden die Idee seines Vaters sehr süß und haben uns ans Planen gemacht.

Am Samstag fuhren wir zum Einkaufen und da erzählte mir der Chefdesigner, dass die Idee mit dem Mütter-Essen gar nicht von seinem Vater stamme. Ich fragte ihn, von wem denn dann.
Er meinte: "Ach, mein Vater hat wohl gehört, dass man Leute zum Essen zu sich einladen kann."
Als gestern Abend endlich alle um den Tisch versammelt waren, kam die Sprache wieder darauf zurück. Man wollte nun doch wissen, von wem genau der Chefdesignervater diese Idee nun hatte.

Da wurde die Chefdesignermama leicht rot und noch etwas röter. Nach taktlosem Insistieren meinerseits gab sie es schließlich zu: Das Ganze war ihre Idee gewesen.
Sie hatte ihren Mann benutzt, um an ein tolles Essen zu kommen. Er musste uns dazu bringen, am Muttertag zu kochen, da sie als Mutter sich nicht selbst zum einem fremdgekochten Muttertagsessen einladen wollte. Der Chefdesigner und ich haben das intrigante Spiel seiner Eltern jedoch defintiv nicht durchschaut :)


Wir haben uns für eine Rindfleischpie á la Jamie Oliver mit Kartoffelgratin und dem französischen Beilagenklassiker Petits Pois a la Francaise entschieden.

Die Pie hat der Chefdesigner im Sinne der marxschen Arbeitsteilung ganz alleine gemacht, während ich das Kartoffelgratin und die Erbsen zubereitete. Die Pie war irrsinnig gut und daher möchte ich sie euch nicht vorenthalten. Das heutige Rezept ist also nicht mein Verdienst, sondern alles Lob (und diese Pie erntet viel davon) gebührt dem einzig wahren Chefdesigner, der ab nun wahlweise auch Chefkoch genannt werden möchte. Besonders stolz ist er übrigens auf die niedliche krumme Kuh aus Mürbeteig, die er selbst und höchst maskulin auf die Pie gebatzelt hat :)



Rezept für eine Rindfleischpie ("Pie from se cow")
reicht für 4 Personen

600 g Rinderhack
3 große Rote Zwiebeln
8 Zweige frischer Thymian
225 g Mehl
1 TL Senf
1 EL Tomatenmark
2 EL Balsamico-Essig
1 Rinderbrühewürfel
100 g Butter
1 ordentliche Prise Cayennepfeffer& Muskatnuss
100 g Doppelrahmfrischkäse
1 großes Ei

Olivenöl in einem großen Top heiß werden lassen und das Hackfleisch darin krümelig braten.
Zwiebeln schälen und grob hacken und unterrühren, den Thymian hineinzupfen und weitere 10 Minuten braten, bis die Zwiebeln braun werden. 1 gehäuften EL Mehl hineinstreuen und den Senf, den Essig und das Tomatenmark unterrühren. Den Brühwürfel hineinkrümeln. 650 ml kochendes Wasser zugießen und 30 Minuten garen, bis die Mischung eingedickt ist. Ab und zu umrühren.

Inzwischen 200 g Mehl, die Butter, den Cayennepfeffer und den Frischkäse zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig nicht zu lange kneten, da er ansonsten zäh wird und nciht knusprig-mürbe wie erhofft. In Frischhaltefolie wickeln und bis zur Weiterverarbeitung in den Kühlschrank legen.
Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Hackfleischmasse abschmecken, vielleicht fehlt noch etwas Salz, Senf oder Essig und in eine Pieform füllen. Den Teig zu einem Kreis ausrollen, der etwas größer ist als die Pieform. Das Ei verquirlen und den Rand der Form damit einpinseln. Die Hackfleischmassen mit dem Teigkreis "zudecken", überschüssigen Teig abschneiden und Rand festdrücken.
Den Teigdeckel mit Ei einpinseln und nach Wunsch mit den Teigresten dekorieren.
Pie nun 30-40 Minuten backen und mit Salat oder grünem Gemüse servieren.

Die Füllung lässt sich sehr gut vorbereiten. Die kalte Hackfleischmasse einfach in die Form geben, mit Teig bedecken und 10 Minuten länger - also 40-50 Minuten -  backen.


Vielen Dank für deinen Besuch,
Liebste Grüße und eine schöne neue Woche
Stefanie

Kommentare:

  1. Haha, raffiniert deine Chefdesignermama! Da hatte sie aber richtig Glück so toll bekocht worden zu sein!
    Liebe Grüße Maren

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    Antworten
    1. Liebe Maren,
      ich freue mich sehr über deinen zweiten Besuch auf meinem Blog :)
      Das ist alles noch ganz neu (noch keine 4 Wochen alt) und ich bin jedesmal aufgeregt, wenn ich einen neuen Kommentar bekommen habe.
      Danke dir!
      Liebste Grüße,
      Stefanie

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