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Himbeer-Schoko-Cantuccini gegen Angstattacken

Ich befinde mich momentan mal wieder in einer Angst-Phase. Angst vor Allem. Die anstehenden Prüfungen nicht mit dem Ergebnis zu absolvieren, das ich mir verordnet hatte. Vor dem Auslandssemester des Chefdesigners ab August und dem damit verbundenen Augenausheulen. Keinen schwarzen Mini One mit 20.000 Kilometern aus erster Hand und Vollausstattung zu finden. Dem Notenwürfelspiel meiner Urheberrechtskorrektoren ausgeliefert zu sein. Generell nicht gut genug zu sein. Beruflich nichts zu zerreißen. Zwar Talent aber wenns drauf ankommt kein Glück zu haben.
Der Angsttsunami hat mich gnadenlos überrollt. Als ich heulend in den Arm des Chefdesigners gekrabbelt war, strich dieser mir beruhigend über den Kopf und meinte:
"Weißt du, wie Chinesen einen Elefanten essen?"
"Roh, mit Stäbchen und auf der Mauer?"schniefte ich.
"Sie essen ihn in Scheiben."

Wenn man vor lauter Arbeit, Stress und Angst vorm Versagen nicht mehr gerade aus schauen kann, fällt es einem furchtbar schwer, einen kühlen Kopf zu bewahren. Diese Botschaft der Scheibchen ist daher seitdem mein persönliches Mantra, um mich selbst am Kragen zu packen und mir Selbstmitleid zu verbieten - bringt ja doch nichts. Nase putzen, durchatmen und in kleinen Schritten weitermachen. Auch wenn noch so viele riesen Aufgaben und Entscheidungen vor einem liegen: Es gibt immer genau eine, die die nächste ist. Auf genau diese eine nächste Scheibe soll man sich und alle Energie konzentrieren. Und den Rest des Problemelefanten erst mal vergessen. Wenn man so fokussiert an die Dinge herangeht, ist der Elefant irgendwann gegessen, ohne dass man darüber mehr als nötig verzweifelt.


"Ist ja alles wunderbar, Psychotante, aber deine unfassbaren Gedankenspielchen bringen mir nix! Hast du vielleicht auch was Konkretes?"
-Klar, kannste haben. Schön konkret und ziemlich fassbar wäre eine Runde Backtherapie.
Rühren, kneten und schlagen und am Ende was Zuckriges verputzen: Billiger als jeder psychologische Diplom-Couchbesitzer und vermutlich nicht weniger effektiv. Schokoladensouffles fragen zumindestens nicht, ob man sich selbst eher als Made oder als Schmetterling sehen würde.




So richtig konkret hätte ich da die Himbeer-Schoko-Cantuccini im Angebot.
Fleißige Leser kennen die beiden Rezepte schon von meinem Gastbeitrag bei der zauberhaften Sarah in ihrem Knusperstübchen. Doch möchte ich euch die Leckerlies nicht vorenthalten.



Himbeer-Schoko-Cantuccini (30 Stück)

200 g ganze ungeschälte Mandeln
250 g Mehl
100 g Zucker
2 Eier
1 Eigelb
1 Prise Salz
100 g gehackte Weiße Schokolade
100 g gefrorene Himbeeren
1 TL Backpulver

Mandeln bei 175°C im Ofen auf dem Backblech etwa 10 Minuten rösten. 80g davon zur Seite stellen.
Den Rest fein hacken/grob mahlen und mit den anderen Zutaten noch warm zu einem Teig verkneten.
Die ganzen Mandeln unterkneten und den Teig in 4 Stücke teilen. Daraus Rollen formen und diese auf ein Backblech legen.

1 Eiweiß

verquirlen und die Rollen damit bestreichen. Bei 175°C ca. 25 Minuten backen, herausnehmen und schräg in 1 cm breite Streifen schneiden. Auf dem Backblech verteilen und bei 100°C noch 30 Minuten trocknen lassen.




Erdbeer-Minz-Smoothie (2 Portionen)

400 g frische Erdbeeren
1 EL frische Minze
100 ml Buttermilch
 
Erdbeeren waschen, putzen und mind 2 Stunden einfrieren. Gefroren mit der Minze und der Buttemrilch cremig pürieren. Nach Geschmack noch mit Vanillezucker süßen und sofort servieren.




Vielen Dank für deinen Besuch!
Liebste Grüße,
Stefanie





Kommentare:

  1. Liebe Stefanie!
    Da hast du mir aber mal ordentlich aus der Seele gesprochen - ich halt's da mit dem Werbeslogan einer sehr bekannten Light-Limonade: "Mach deinem Herzen Luft bevor der Stress dir ans Herz geht!". Jawoll, einfach mal alles rauslassen. Mein zur Zeit größter emotionaler Klotz am Bein: die Abschlussarbeit! Aber wie du es schon ganz richtig erkannt hast: Aufstehen, Krönchen richten, weitermachen!
    Ich drück' dir die Daumen, dass die nächsten Scheibchen dir ein bisschen Beruhigung bringen.
    Allerliebste Grüße, Anne

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    1. Liebe Germanistikschwester im Geiste,
      vielen Dank für deine aufmunternden Worte. Dir wünsche ich allen nur erdenklichen Erfolg für deine Abschlussarbeit - oder wie Axel Hacke sagen würde: "Du schaffst das schon alles. Irgendwie." :)
      Halten wir beide einfach die Ohren steif trotz Gegenwind und fühl dich gedrückt
      Alles Liebe Stefanie

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  2. Liebe Stefanie,
    da hat dein Chefdesigner dir aber einen wichtigen Satz mit auf den Weg gegeben :-) ! Mach es genauso und dazu noch einen leckeren Cantuccino in der Hand, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Und für den Rest drücken wir dir alle ganz doll die Daumen!
    Liebste Grüße Maren

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Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast.
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