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Supersnack: Salzmandeln mit Rosmarin mal selbstgemacht

Es gibt die guten Abende, an denen man sich vor die Haustüre wagt. Oder etwas gegen sein Halbwissen tut und selbst ein Buch liest, anstatt bei Wikipedia nach der Inhaltsangabe zu suchen. Oder die Abende, an denen der Chefdesigner und ich 2 Stunden über essentielle Dinge diskutieren. Schließlich ist es in einer Beziehung notwendig, die Standpunkte des anderen zu wichtigen Themen zu kennen. Zu so Fragen wie "Ist Need for Speed nicht nur ein billiger Abklatsch von Fast and Furious?" oder "Gibt es etwas Hässlicheres als Fließen im Wohnzimmer?"

An schlechten Abenden dagegen schleppe ich mich müde in die Küche und stelle dort fest, dass in der eigenen Abwesenheit dummerweise niemand gekocht hat. Doch es ist zu spät und ich bin zu lustlos, um an diesem gerichtslosen Zustand noch etwas zu ändern. Also suche ich alles zusammen, was verzehrfertig in den Schränken liegt und das sind hauptsächlich übriggebliebene weiße Gummibärchen, weil die hier keiner mag und 5 Dosen Shortbread, weil das hier jeder mag. Mit etwas Glück findet sich im Eisfach noch ein Rest von Ben & Jerrys sagenhaftem Strawberry- Cheesecake-Eis. Mit letzter Kraft packe ich das "Abendessen" zusammen mit einem riesigen Amaretto Sour auf ein Tablett und lege noch Handcreme und Taschentücher mit dazu, um ja nicht mehr vom Sofa aufstehen zu müssen. Im Wohnzimmer lasse ich mich erschöpft auf die Couch fallen, stelle das Tablett ab und lege die Füße hoch. Kurzes Geplänkel, was man sich denn jetzt im Fernsehen anschauen könnte. Chefdesigner ist für Brennpunkt Naher Osten, ich eher für etwas, wobei ich nicht einschlafe. Entscheidung fällt für Brennpunkt Naher Osten. Argumentation des Chefdesigners:
"Du schläfst sowieso in 15 Minuten. Egal, ob wir das hier anschauen oder den schlaksigen Sheldon Cooper dabei beobachten, wie er seine mangelnde Sozialkompetenz durch Welpenblicke kompensiert."
Ich habe mir noch erschöpft zwei Löffel Eis in den Mund geschoben und bin dann - den Vorhersagen gemäß - eingeschlafen.




Die schlechten Abende sind allerdings gar nicht sooooo schlecht. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass es ab und zu auch ganz schön ist vor dem Fernseher rumzuhängen und absolut NICHTS zu tun. Doch kann man anstatt wild und ungehemmt Zeug in sich reinzustopfen auf eine Sache umsteigen, die ihrem Suchtfaktor nach eigentlich ungesund sein müsste es aber netterweise nicht ist:
Salzmandeln.
Die gibt es teuer fertig zu kaufen oder man macht sie sich schnell, billiger und einfach selbst.
Fertige Nussknabbereien sind oft fritiert und daher nicht mehr unbedingt figurfreundlich. Mit gerösteten Mandeln kann man jedoch nichts falsch machen. Da der Chefdesigner und ich so ein bisschen auf dem Fitnesstripp sind, sind die gerösteten Salzmandeln mit Rosmarin der ideale Feierabendsnack für uns. Die in den Mandeln enthaltenen Fette werden sehr langsam freigesetzt: Man bekommt keinen Heißhunger und ist länger satt. Und ein weiterer Vorteil: Man kann sie vorbereiten und muss an "schlechten Abenden" nichts weiter tun, als sie auf der Couch lümmelnd vernaschen.





Rezept für 1 Schüssel Salzmandeln

250 g ungeschälte Mandeln
2 TL Salz
1 TL Olivenöl
5 Zweige Rosmarin
nach Geschmack 1 Msp getrockneter und gemahlener Rosmarin


Salz im Alleszerkleinerer fein mahlen bis es die Konsistenz von Puderzucker hat. Die Mandeln in einer Schüssel mit Salz, Olivenöl und Rosmarinzweigen gründlich vermischen.
Auf ein Backblech geben und im vorgeheizten Ofen bei 170°C etwa 10 Minuten rösten. Unbedingt immer mal wieder nachschauen, wie es den Mandeln so geht - sie verbrennen schnell.
Rosmarin entfernen und Mandeln eventuell leicht abrubbeln, sollten sie zu salzig sein.
Noch warm mit dem gemahlenen Rosmarin bestreuen, gut vermischen und in eine Schüssel füllen und genießen.










Vielen Dank für deinen Besuch :)
Liebste Grüße,

Stefanie

Kommentare:

  1. Liebe Stefanie,
    jetzt habe ich dich gerade erst entdeckt - oder Du mich? Ich weiß es gar nicht mehr genau - und was sehe ich da bei Dir? Genau die Muffinförmchen, die ich gerade verlose. Mein Rezept gegen sinnloses vor sich Hinfressen an Fernsehabenden (die ich übrigens absolut legitim finde) heißt allerdings Stricken, da sind die Hände beschäftigt. Irgendein Gläschen mit nettem Inhalt sollte aber schon noch daneben stehen.
    Ganz liebe Grüße,
    Karin

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    1. Liebe Muffinförmchenverloserin,
      schon lustig, wie man über Blogs erfährt, was andere so besitzen ;)
      Aber die Schälchen sind auch einfach goldig. Da schaue ich doch gleich bei deiner Verlosung vorbei - vielleicht gewinne ich ja und kann meinen Schälchenstapel aufstocken.

      Ach ja und stricken steht ganz oben auf meiner "Bring ich mir noch bei....irgendwann"-Liste :)
      Herzliche Grüße zu dir,
      Stefanie

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  2. Liebe Stefanie,
    einen wunderschönen Blog hast du! Hier bleibe ich! Dein Schreibstil gefällt mir sehr! Es liest sich super schön und man hat richtig Spaß an deinen Texten! Auch deine Bilder sind sehr hübsch! Ich werde hier gleich noch weiter stöbern!
    Alles Liebe,
    Tanja

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    1. Tanja, du Liebe, vielen vielen Dank für das Kompliment!!
      Dir verrate ich jetzt ein Geheimnis: Dem Schreiben bin ich fast noch mehr verfallen als dem Backen - aber nur fast ;)
      Freut mich sehr, dass es dir bei mir gefällt.

      Hab ein wundervolles Wochenende und bis bald,
      Stefanie

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Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast.
Was auch immer du über diesen Post, meinen Blog oder die Gesamtsituation denkst, interessiert mich. Verrat´s mir doch!